aixigo auf der FinDEVr London – Rückblick

Vor knapp einem Monat war aixigo in London auf der FinDEVr, einem weiteren Format der Finovate Group, präsent. Neben vielen interessanten Vorträgen und Gesprächen, war es auch eine schöne Zeit in London. Marcus Gründler, Head of Portfolio Management Systems, und Jonas Pommerening, Software Developer, waren als Presenter-Team in London unterwegs und haben dort in einem Kurzvortrag gezeigt wie man mit aixigos Digital Wealth Management APIs und einer Workflow-Engine “von der Stange” schnell individuelle Kundenlösungen erstellen kann. Als Beispiel hierfür diente ein Prozess, der Portfolios identifiziert, die eine Performance-Grenze unterschreiten, und diese anhand der individuellen Anlagerichtlinien neu ausrichtet.

Damit alles reibungslos ablief und aixigos Präsentation ein voller Erfolg wurde, gab es im Vorfeld natürlich eine 
angemessene und intensive Vorbereitungswelle. Jonas Pommerening hat seine Eindrücke vom gesamten Event – von der Vorbereitung bis hin zu den Veranstaltungstagen – für uns festgehalten.

Erste Schritte und Integration mit der Portfolio Management API

Damit während der Präsentation auf der FinDEVr das Erstellen des Prozesses schnell und reibungslos abläuft, habe ich mich im Monat davor damit beschäftigt, ein Beispiel-Projekt zu erstellen, in dem der Prozess abläuft.

Da das PMS (Portfolio Management System) noch Neuland für mich war, habe ich mich zunächst mithilfe von interner Dokumentation mit der Software vertraut gemacht. Noch am ersten Tag lief das PMS auf meinem Laptop und ich konnte mich mit Swagger UI durch die API klicken.

Marcus hatte an dieser Stelle schon eine konkrete Idee mit welchen API-Endpunkten wir unseren Prozess aufbauen könnten und wir haben die Grundidee des Prozesses skizziert – zu dem Zeitpunkt noch nicht viel mehr als drei Kästchen und zwei Pfeile.

Zeit für einen Plan! Während Marcus an einer Einführung für die Präsentation arbeitete, dachte ich mir ein “Drehbuch” für den Live-Coding Teil der Präsentation aus.

Wir wollten ein grafisches Tool zur Prozessmodellierung miteinbringen. Außerdem sollte der Fokus auf die API gelegt werden. Und da wir ein stark technisch orientiertes Publikum auf der FinDEVr erwarteten, sollte auch ein bisschen Code gezeigt werden. Damit von unserem 15-Minuten-Slot noch genug Zeit für Erklärungen übrig blieb, wollten wir den Prozess in deutlich weniger als 10 Minuten fertig stellen.

Natürlich sollte es doch kein Problem sein, in der Zeit ein grafisches Prozessmodell zurecht zu klicken, eine URL aus der API-Dokumentation zu kopieren, ein bisschen Code zu schreiben und den Prozess in einem Web-Frontend zu starten und dabei noch alles verständlich zu erläutern! Damit das funktioniert, musste ich aber zunächst noch die Software integrieren, die den Prozess ausführen sollte.

Als “Workflow-Engine” sollte Camunda zum Einsatz kommen. Ich hatte Camunda bereits vorher mit einem Teamkollegen evaluiert und wir hatten noch ein bisschen Integrations-Code von unserem Test-Projekt übrig, der es mir erleichterte, die Software in unser PMS zu integrieren. Dazu kam eine angepasste Version von Swagger UI und allerlei Anpassungen, um den Beispielcode möglichst einfach halten zu können.

Üben, üben, üben

Nachdem ich irgendwann alles ins Laufen bekommen hatte, so wie ich es mir gewünscht hatte, begann ich die ersten Testläufe für das Live-Coding. Dabei bin ich direkt auf zwei Probleme gestoßen:

  1. Die Zeit vergeht wirklich viel zu schnell. Alles zusammen hatte schon fast 10 Minuten gedauert und ließ zu wenig Zeit für den Rest des Vortrags.
  2. Es ist erstaunlich schwierig zu reden und dabei lange Java-Klassennamen fehlerfrei einzutippen.

Ein Tippfehler beim Erstellen des Prozess-Diagramms konnte dazu führen, dass am Ende der Ausführung des Prozesses Fehler auftreten, die in der Demonstration nicht so schön aussehen (höchstens als Beweis dafür, dass es wirklich live ist). Teilweise ließen sich die Probleme natürlich durch mehr Übung lindern, doch stand nun schon ein Coaching-Call mit unserer Kontaktperson von der FinDEVr an. Und die Zeit reichte gerade noch, um ein erstes Mal zu zweit den ganzen Vortrag zu proben!

Beim Coaching-Call lief trotz wenig Übung eigentlich alles ganz gut. Mit 18 Minuten war der Vortrag aber definitiv zu lang!

Wir hatten aber noch eine Woche Zeit für letzte Änderungen. Dabei haben wir uns dann nochmal darauf konzentriert, den Fokus auf das Wesentliche zu legen und nicht so relevante Dinge aus der Präsentation zu streichen bzw. zu kürzen. Das Prozessdiagramm habe ich so vorbereitet, dass nur noch ein kleiner Teil ausgefüllt werden musste und statt zu Programmieren musste nur noch eine URL aus der Dokumentation eingefügt werden. Schon hatten wir genug Zeit für die Präsentation und konnten sogar noch einen Gastauftritt von Alexa einbauen.

London

Am 12. Juni begann die FinDEVr bei bestem Wetter. Unser Vortrag war erst am zweiten Tag am späten Morgen, wir konnten also am ersten Tag noch in Ruhe die Vorträge der anderen Presenter anschauen.

Als es dann endlich soweit war, ging alles ganz schnell. Die reibungslose Organisation vom eingespielten FinDEVr Team ließ keine Wünsche offen und ehe wir uns versahen, standen wir schon auf der Bühne. Im Nachhinein hatte ich zwar das Gefühl, dass ich nicht alles gesagt hatte, was ich sagen wollte, aber im Großen und Ganzen war ich doch zufrieden, dass alles geklappt hat. Im Anschluss an den 15-minütigen Vortrag gab es noch eine 5-minütige Fragerunde, in der Marcus und ich abwechselnd Publikumsfragen zu unserer API und den verwendeten Technologien beantwortet haben. Dabei war ich vom regen Interesse des Publikums wirklich überrascht! Schade, dass niemand direkt gefragt hat, wo er unsere API kaufen kann 😉

Abschließend kann ich sagen, dass es mir sehr viel Spaß gemacht, sowohl in der Vorbereitung, als auch in der Durchführung!“

Autoren: Jonas Pommerening, Marcus Gründler

Die Präsentation von Marcus Gründler und Jonas Pommerening auf der FinDEVr gibt es hier.

Und hier gibt es noch ein paar Eindrücke von der Veranstaltung: 

Bei weiteren Informationen oder Fragen, können Sie sich an Christian Neuenhaus wenden:
+49 0241 55 97 09 – 28
christian.neuenhaus@aixigo.de

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