If I had a hammer …

Wie jedes Team von aixigo stand auch die Plattformentwicklung im Jahr 2015 mal wieder vor der Entscheidung, wie der anstehende Abteilungsausflug gestaltet werden sollte. Hierbei wurde offensichtlich, dass uns diesmal der Sinn nach etwas Neuem stand, denn haben es in der Vergangenheit vor allem Aktivitäten wie Paddeln oder Geocaching auf die Agenda geschafft, so wollten wir uns diesmal gemeinsam in einem sozialen Engagement versuchen.

Die Suche nach einem passenden Projekt gestaltete sich anfangs noch etwas schwierig, aber dank der Unterstützung des Kollegen Marco Breuer (Personal) wurden wir irgendwann dann doch fündig:

Die „Lebenshilfe Aachen“, ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, behinderten Menschen ein maximal selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen unterhält u.a. das Haus „Römerhof“ in Aachen-Burtscheid. Hier wohnen 36 Männer und Frauen in verschiedenen betreuten Gruppen, deren sehnlicher Wunsch es war, ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen zu können und darüber hinaus einen kleinen Kräutergarten ihr eigen nennen zu dürfen.

Nach einer Besichtigung vor Ort war klar, dass wir hier ein passendes Projekt gefunden haben: Den Bau eines Gewächshauses sowie diverser Hochbeete für das „Haus Römerhof“. Material und Verpflegung wurden von der „Lebenshilfe“ bereitgestellt, die sich im Vorfeld auch um das Anlegen des Fundamentes gekümmert hat; wir brachten dafür Manpower, die notwendigen Werkzeuge sowie eine Spende aus unserer Teamkasse ein.

Bei für diese Jahreszeit überdurchschnittlich gutem Wetter fanden wir uns somit an einem Märzmorgen bis auf die Zähne mit Werkzeugen und Motivation bewaffnet vor dem Haus „Römerhof“ ein und legten los. Die eine Gruppe verschwand mit Schaufeln und Schubkarren hinter dem Haus und widmete sich der Errichtung der Hochbeete während die anderen ambitioniert den Bau des Gewächshauses vor dem Gebäude in Angriff nahmen.

Letzteres gestaltete sich zunächst jedoch deutlich anspruchsvoller als ursprünglich angenommen, denn neben einer Anleitung, die eher einem Bilderrätsel glich, machten uns vor allem verzogene Bauteile zu schaffen, die das vom Hersteller beschriebene „einfache Zusammenschieben“ der einzelnen Elemente zunächst schier unmöglich machten. Die Energie der anfänglichen Flucherei schlug aber schnell in konstruktiven Ehrgeiz um und so schallte nach ca. 2 Stunden Inanspruchnahme purer Muskelkraft und schweren Geräts doch noch der so erlösende wie legendäre Ruf der „Heimwerker-Innung“ durch das Viertel: „Jetzt hadder verloren!“.

Das Grundgerüst stand tatsächlich stabil (und vor allem gerade) auf dem Fundament und gemeinsam mit den Kollegen der „Hochbeet“-Truppe konnten wir die finale Etappe – das Einsetzen der Scheiben, des Dachfensters sowie der Schiebetür – in Angriff nehmen. Moralisch unterstützt durch die fachmännischen Ratschläge einiger Hausbewohner, die sich mittlerweile an unserer Baustelle eingefunden hatten, konnte nach ca. 7 Stunden schweißtreibender Arbeit der finale Vollzug gemeldet werden: Die Bewohner des Hauses „Römerhof“ waren fortan stolze Besitzer eines eigenen Gewächshauses und zweier Hochbeete.

Etwas müde aber hochzufrieden und auch ein wenig stolz, trotz anfänglicher Hürden am Ende ein sehr ordentliches Stück Arbeit abgeliefert zu haben, ging es für das Team anschließend noch zum kulinarischen Ausklang des Tages ins Ferber’s.

Tenor aller Beteiligten: Der Tag hat alles mitgebracht, was man von einem Teamevent erwarten darf – und noch etwas mehr.

Markus Kemmann

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