Interview mit Kai Friedrich – CEO Consorsbank und DAB, BNP Paribas Gruppe

Im Rahmen des Projektstarts „Digital David“ der Consorsbank und BNP mit aixigo nahm Herr Friedrich, CEO Consorsbank und DAB, im Interview mit Christian Neuenhaus, Leiter Marketing und Kommunikation bei aixigo, ausführlich Stellung zur Entwicklung des Marktes und wie die Consorsbank und BNP darauf reagieren wollen. 

Neuenhaus: Herr Friedrich, Sie haben mal in einem Interview auf die Frage „Wie verändert die Digitalisierung das Verhältnis zum Kunden?“ geantwortet, dass Kunden heute eine viel aktivere Rolle als früher einnehmen und gleichzeitig Kooperationspartner sind. Welche Rolle nimmt das Projekt zur digitalen Beratung in diesem Zusammenhang ein?

Kai Friedrich, CEO Consorsbank
und DAB, BNP Paribas Gruppe

Kai Friedrich: In unserem Projekt binden wir künftige Nutzer des Systems bereits in der Spezifikationsphase mit ein. So werden hier verschiedene Nutzertests mit Kunden durchgeführt um möglichst früh auf die Kundenwünsche reagieren zu können.

Neuenhaus: Welche „Mehrwertdienstleistungen“ darf der Kunde durch die Digitalisierung der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung  erwarten?

Kai Friedrich: Wir bringen die Anlageberatung und Vermögensverwaltung digital und rund um die Uhr zum Kunden. Der Nutzer kann viel aktiver an der Beratung teilnehmen. Ihm werden hier neben der reinen Beratungsleistung mit natürlicher Spracherkennung viele wichtige Informationen zur Unterstützung seiner Anlageentscheidung visuell dargestellt. Interaktiv wird der Kunde durch den Beratungsprozess geleitet und kann dabei unmittelbar entscheiden, ob die gewählte Anlageempfehlung zu ihm passt oder er sie anpassen möchte. Als Sparringspartner begleiten wir den Kunden bei allen Fragen zu seiner Anlage. Für Kunden die sich um nichts kümmern möchten steht der Weg in die bequeme digitale Vermögensverwaltung offen.

Neuenhaus: Sehen Sie sich durch die Umsetzung von „Digital David“ gewappnet, den FinTechs Paroli zu bieten und den Anforderungen der kommenden Generation zum Thema Geldanlage gerecht zu werden? Oder sehen Sie da gar keinen Zusammenhang?

Kai Friedrich: Wir verstehen unser Projekt nicht als Angriff auf die FinTechs sondern mehr als die vernünftige Antwort einer erfahrenen Bank auf die aktuellen Entwicklungen. Aktuell konzentrieren sich die FinTechs sehr auf das Thema Vermögensverwaltung per Robo-Advice. Wir erweitern das aktuelle Angebot noch um einen smarten digitalen Berater, der bei allen Fragen zur Seite steht. Wir gehen davon aus, dass die  kommenden Generationen sicher noch viel selbstverständlicher Online-Beratung nutzen.

Neuenhaus: Was nehmen Sie da zum Beispiel bei Aktionen wie „Chef für einen Tag“ für Rückmeldungen der „jungen“ Generation zum Thema Geldanlage wahr? Ist das bei 15- bis 20- jährigen schon präsent?

Kai Friedrich: Wir wissen, dass das Thema Geldanlage bei Jugendlichen nicht sehr präsent ist. An den Schulen findet es nicht oder kaum statt. Das erste selbstverdiente Geld führt dann oft dazu, sich mit den eigenen Finanzen zu beschäftigen. Ich bin überzeugt, dass digitale Beratung hier eine Chance ist, weil sie Hürden herabsetzt und eine Beratung auch mal durchgespielt werden kann.

Neuenhaus: Ab welcher Summe wird man zukünftig bei Ihnen in den Genuss einer Vermögensverwaltung kommen?

Kai Friedrich: Wir planen den Einstieg in die digitale Vermögensberatung bereits ab einer Einlage von 5.000 € möglich zu machen. Dadurch haben auch Anleger mit relativ geringen Summen die Möglichkeit, eine professionelle Vermögensberatung zu nutzen.

Neuenhaus: Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Zuge der MiFID II? Gerade bei den Themen Beraterunterstützung und Dokumentation.

Kai Friedrich: Die Digitalisierung unterstützt die Berater dabei, alle wichtigen Anforderungen zu erfüllen, die MiFID und künftig MiFID II  an einen Beratungsprozess stellen. So wird in der telefonischen Beratung der Berater mithilfe integrierter Checklisten unterstützt. Darüber hinaus stellt die Anlageberatungssoftware sicher, dass alle rechtlichen Aspekte einer Beratungsdokumentation konsequent abgearbeitet und auch entsprechend dokumentiert werden. Im Übrigen wird durch die Digitalisierung sichergestellt, dass unsere von Experten erarbeiteten Anlagestrategien dem Kunden online zugänglich sind.

aixigos High Performance PMS – Digitale Vermögensverwaltung mittels APIs

Die Themen digitale Geldanlage und Digitale Vermögensverwaltung sind aktuell zentral bestimmende Themen im Finanzmarkt. aixigo hat für diese Themen eine passende Lösung entwickelt: Unsere High Performance Portfolio Management Software mittels APIs.

Um diese Software in nur wenigen Sekunden exakt und einfach zu erklären, haben wir in den letzten Monaten zwei Kurzfilme produziert. Der erste Teil beinhaltet die Verknüpfung unserer Technologie mit dem Amazon Echo. Denn mit der Digitalen Portfolio Management Lösung von aixigo können Sie nicht nur innerhalb weniger Minuten Massenberechnungen für Millionen von Portfolios durchführen, sondern auch Hochgeschwindigkeitsantworten für die menschliche Sprachinteraktion bereitstellen. Das Zusammenspiel beider Technologien sehen Sie hier!

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aixigo bei Markus Koch „auf der Couch“

auf-der-couchChristian Friedrich saß zusammen mit Roland Ullrich bei Oberbörsianer Markus Koch „auf der Couch“. In der Live-Show aus dem Rationaltheater in München sprachen die drei über folgende Themen:

Mensch oder Maschine: Wir suchen die Anlagestrategie der Zukunft. Sollten wir Anleger unser Hirn besser aus- und den Robo Advisor einschalten? Oder kann uns die Neurofinance zeigen, wie wir unser Gehirn doch noch in den Griff bekommen? Fest steht: Rein digital ist auch keine Lösung. Ist die Zeit also reif für den Börsen-Cyborg?

Ab Minute 43:00 können Sie das Gespräch verfolgen.

Zur Sendung geht’s hier

Autor: Christian Neuenhaus

Digitale Geldanlage – Studie der aixigo AG

MIFIDWir haben im Zuge der FinTech Welle vor zwei Jahren damit angefangen intensiv alle aufkommenden und bestehenden Robo Advisor fortlaufend zu untersuchen.

Grundlage unserer Studie sind über 80 Robo Advisor. Die Urheber dieser Robos sind FinTechs und Banken. Ziel dieser Studie ist und war es, den Markt im Hinblick auf Onlineberatungsangebote genau unter die Lupe zu nehmen. Gleichzeitig erfolgreiche Unternehmen auszumachen und zu verstehen, worin ihr Erfolg begründet ist. Unser Fokus ist global ausgerichtet. Die Mehrheit der betrachteten Robos kommen aus Europa, den USA, Kanada und Australien.

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